ELOQUENT. Lines | Symbols | Texts

Ausstellung 

Language plays a new role in our interconnected, digital world and is always a reflection of our society. Four artistic approaches explore the significance of words and writing in our contemporary world in a playful yet serious manner. There is a diverse range of works to experience, spanning installation, book art, typography, painting, video art and object art.

Angelika Dirscherl – Installation | Bildtexte | Buchkunst
Jennifer Eckert – Installation | Video | Malerei
Sabine Golde – Installation | Buchkunst | Typografie 
André Wischnewski – Installation | Objekt | Messerschnitte
Gastkuratorin: Eva Wick

Eröffnung
Virtueller Ausstellungsrundgang und Künstler*innengespräch:
https://www.youtube.com/watch?v=8JS25G75cOo

Jeden Tag strömt eine Flut von Worten auf uns ein. Die Verbreitung von gesprochenem und geschriebenem Wort hat eine Dimension angenommen, die kaum noch zu fassen ist. Hashtags, Tweets und Kurznachrichten haben unsere Kommunikationswege in den letzten Jahren radikal geändert. Sie wurden schneller, kürzer, informativer, gleichwohl der Wahrheitsgehalt schwerer nachvollziehbar ist.

Durch digitale Medien hat nahezu jede*r die Möglichkeit sich zu äußern, im Positiven wie im Negativen. Die gezeigten Werke kommentieren den Umgang mit Sprache. Sie weisen sie als eigenständiges Ausdrucksmittel aus oder suchen Wege von der Fläche in den Raum und heben damit Seh- und Lesegewohnheiten auf. Vorgefundenes Wortmaterial wird ungewöhnlich verknüpft, gänzlich aufgelöst oder in neue Systeme eingebunden - von Zeichnung über Falt- und Schneide- bis hin zu Klöppelarbeit.

Angelika Dirscherl arbeitet mit vorgefundenem Wortmaterial, das sie in Collagen und in räumlichen „Wortknospen“ neu verknüpft. Lyrische Texte überlagert sie beispielsweise bis zur Unleserlichkeit zu Wort-Bildern oder setzt diese kritisch in Bezug zu Objekten. 

Jennifer Eckert 
stellt den Zusammenhang von Sprache und deren mögliche Gestalt in den Fokus ihrer Arbeiten. Aktuell entwickelt sie Systeme, die sie seriell bearbeitet und den Freiraum innerhalb der Buchstaben in den Mittelpunkt rücken. 

Sabine Golde 
bewegt sich in ihrer Buchkunst an der Schnittstelle zwischen Literatur, Schrift und Typographie. Auf vielfältige Weise lotet sie die Visualisierung von Texten aus und wählt dafür sprachliche Nischen der Kommunikation, wie Morsezeichen oder Braille-Schrift. 

André Wischnewski 
durchbricht die Symbiose von Bild und Schrift, wenn er Comicseiten das Visuelle entzieht und lediglich das Gerüst sowie einzelne Worte stehen lässt. In seinen Installationen überträgt er diese Fragmente überdimensioniert in Stahl oder Papier.

Begleitprogramm

Virtuelles Künstler*innengespräch
„Raus mit der Sprache“ mit Angelika Dirscherl, Jennifer Eckert, Sabine Golde, André Wischnewski und Eva Wick

Lesung
„Kein Liniengespinst“ mit Bastian Reinert im Gespräch mit Eva Wick:
https://www.youtube.com/watch?v=Cs8lT5Fye9c&feature=emb_title

Kuratorinnenführung
„Das letzte Wort haben“ mit Eva Wick:
https://www.youtube.com/watch?v=DzVYf_bXWRk

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Ausstellungs-Ansichten

© Neues Kunsthaus Ahrenshoop