Wolfgang Hebert - Skulpturen
Installation
Installation von Skulpturen aus Stahl und Eichenholz im Garten des Neuen Kunsthauses Ahrenshoop
Im Skulpturengarten versammeln sich hohe wächterhafte Objekte, die uns entfernt an menschliche Figuren oder an tempelartige Architekturfragmente erinnern. Durch die Betonung der Vertikale stehen sie in direktem Dialog mit den aufstrebenden Bäumen in ihrer Nähe. Die unaufdringliche Farbgebung des grauen oder rostbraunen Stahls sowie der schwarzbraunen gebrannten Eiche bringt die Kunstwerke in Einklang mit ihrer Umgebung.
Wolfgang Hebert (DE) – Skulptur & Grafik
Heberts archaische Skulpturen umspielt ein kraftvoller Ausdruck kantiger Abstraktion. Während sie das Interesse des Bildhauers an verfremdeten Formen menschlicher Körper zeigen, offenbaren die Kompositionen auch den Einfluss seiner Architektur-Ausbildung. Durch starke Reduktion arbeitet er grundlegende Formen heraus. In ihrer schlichten Ästhetik mit Kantenstrenge und schwerer dunkler Farbe nehmen sie den Blick der Betrachtenden ganz unmittelbar gefangen. Trotzdem verleiht Hebert seinen Werken mittels der schlanken Gestalt und der luftigen Durchbrüche eine fast schwebende Eleganz.
Alle Objekte möchten aus der Nähe betrachtet und umrundet werden. Dennoch fordert ihre monumentale Höhe Distanz. So auch der wuchtige Tisch, den eine Gruppe Skulpturen umringt. Ihre abwartende, fast bedrohliche Haltung findet ihren Kontrapunkt in der einladenden Bank vor dem Kunsthaus, die das Ausstellungspublikum zum Verweilen auffordert.
Wolfgang Hebert (*1962) absolvierte von 1989 bis 1998 ein Architektur-Studium in Hamburg. Er lebt und arbeitet als Bildhauer und Architekt in Hamburg und im Wendland. Bei seiner künstlerischen Tätigkeit entstehen Skulpturen, Künstlerbücher, Zeichnungen, Holzschnitte, Installationen sowie Objekte und Kleinplastiken unterschiedlicher Materialität. Als Bildhauer arbeitet er fast ausschließlich mit Eichenholz. Er ist Mitglied der Künstlergruppe BOOK-FACE.